Mainburg, das Herz der Hallertau
Die knapp 14.000 Einwohner zählende Stadt ist nicht
nur geographischer Mittelpunkt des größten zusammenhängenden
Hopfenanbaugebietes der Welt, sondern hat auch seit Alters her eine
gewisse zentrale "Hauptstadtfunktion" im Hopfenland. Wer von
Mainburg spricht, denkt unwillkürlich an das "grüne Gold", den
Hopfen. Die historische Innenstadt, die "gute Stube" Mainburgs, wurde durch die Altstadtsanierung zum beliebten Treffpunkt von
Jung und Alt aufgewertet. Sei es beim Einkaufsbummel der kurzen Wege, beim
grünen Markt jeweils am Mittwoch- und Samstagvormittag oder in einem der
einladenden Straßencafés, man schätzt das Ambiente und das Flair des
fussgängerfreund-lichen Zentrums. Natürlich stimmt in der Metropole der
Hallertau auch das Freizeitangebot: man besitzt ein beheiztes Freibad mit
50 Meter-Becken, Spaßbecken, Sprungturm und Rutschbahn, ein Hallenbad,
Tennisanlagen, Turnhallen und Sportplätze, einen Kletterfelsen, einen
Bogen-schießplatz, Reitplatz, Kegelbahnen, Wander- und Radwege. Über den
Abensradweg ist die Stadt an das südbayerische Radwandernetz
angeschlossen, d.h. auch von München aus mit dem Drahtesel erreichbar.
In den
Ortsteilen Lindkirchen und Steinbach wird Urlaub auf dem Bauernhof
angeboten. Reizvoll für den Touristen sind auch die anderen, in den 70er
Jahren eingemeindeten Ortsteile, hübsche Bauerndörfer inmitten von
Hopfengärten und Wäldern: der Wallfahrtsort Ebrantshausen,
Holzmannshausen, Lindkirchen, Oberempfenbach, Steinbach und das als
Fossillagerstätte bekannte Sandelzhausen, wo man in der Schlossgaststätte
Einkehr halten kann. Um die Not der Mainburger Bevölkerung zu lindern,
verlieh 1397 Herzog Stephan III von Bayern-Ingolstadt das Recht auf den
St. Margaretentag und den St. Gallentag Jahrmärkte abzuhalten. Daraus
sind im Laufe der Jahrhunderte große Volksfeste geworden, die tausende
Besucher aus Fern und Nah anlocken. Zum "Kirschmarkt" im Juli
feiert man das Hopfenfest und anfangs Oktober trifft sich die Hallertau
seit mittlerweile 600 Jahren beim "Gallimarkt", dem weltlichen
Erntedank mit großer Landmaschinen- und Gewerbeausstellung. Auch hier
bewahrheitet sich das Rezept bayerischer Gemütlichkeit: "Leben und
leben lassen"! |