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Winter um den "Lusen" (1373 m)
Er ist der eigenartigste Berg des Bayerischen Waldes und Hauptanziehungspunkt im Nationalparkgebiet.
Sein weithin sichtbarer Gipfelbereich, ein geologisch hochinteressanter und
jeden beeindruckender "Glatzkopf" ist ein wüster Granit-Trümmerhaufen.

Wie ein Waldgreis mit Glatze sieht von weitem die Blockmeerkuppe des Lusen aus.
Das Gipfelkreuz steht 400 m von der Grenze entfernt.
Wie auf dem Rachel ein schöner Rundblick.
Fünf Gehminuten unterhalb steht das Lusenschutzhaus des Bayer. Waldvereins.
Den Lusen erreicht man bequem vom Parkplatz oberhalb Waldhäuser in 1,5 Stunden.
Auf dem sogenannten Winterweg schafft man es in 45 Minuten.
Der Gang über die ,,Himmelsleiter" in der Gipfelregion sollte man nicht versäumen.
Von Waldhäuser aus erreicht man den Lusen zu Fuß über die Martinsklause (974m) und das Teufelsloch.
Nur selten wagen Wanderer, den markierten Pfad zu verlassen, es ist auch aus Sicherheitsgründen nicht ratsam, in der wildzerklüfteten Steinwildnis herumzuturnen, aus deren schattendunklen Rissen und Spalten viele unheimliche Sagen raunen ...

Bärenriegel
Urwaldgebiet am Nordhang des Lusen.
Bären gab es dort noch in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts.

Blaue Säulen
Felsgebilde in der Kernzone westlich des Lusengipfels am Ende des alten Böhmweges. Hier gab es zu Zeiten des lebhaften Handels über die böhmische Grenze hinweg eine Brotniederlage, d.h. jedermann konnte aus dem Depot Brot entnehmen und legte den Geldwert dafür in eine bereitstehende Dose. Ganz in der Nähe gab es ein Hochgericht, eine Richtstätte mit einem Galgen. Die Blauen Säulen sind Schauplatz einer vorgeschichtlichen Erzählung von Maria Schöner "Rauhnacht am Lusen"

Lehrpfad Bergbach:
Von der Fredenbrücke bei Waldhäuser bringt den Wanderer ein landschaftlich äußerst reizvoller Lehrpfad am Bergbach entlang zur Martinsklause.

Wanderwege:
Gut markierte Wanderwege führen von Finsterau, Mauth, Waldhäuser und von einigen Ausgangspunkten entlang der Nationalparkstraße Spiegelau-Mauth durch das Nationalparkgebiet auf den Gipfel. Die Fernwanderroute E 6 tangiert den Berg ebenfalls.

Himmelsleiter:
Der kürzeste Weg von Waldhäuser zum Lusengipfel führt auf dem Sommerweg über eine Steintreppe, die sog. Himmelsleiter. Der Sage nach soll sie von einem Bauernknecht zur Sühne für seine im Jähzorn begangene Bluttat errichtet worden sein.

Martinsklause:
Nördlich von Waldhäuser gelegener Stauweiher, der die Wasser der Kleinen Ohe sammelt. Früher wurde mit Hilfe solcher Stauschwellen Holz getriftet. Klausen gibt es überall im Bayerischen Wald, im Bereich des Lusen sind es noch die Sagwasser-, Reschbach- und Steinbachklause

Schutzhaus: Unterhalb des Gipfels

Teufelsloch:
Felsschlucht westlich des Lusen, durch die die Kleine Ohe zur Martinsklause rauscht. Da das Wassers stellenweise unterirdisch fließt, vor allem zur Zeit der Schneeschmelze sein Tosen jedoch deutlich zu hören ist, erweckt dieses Urwaldgebiet einen unheimlichen Eindruck. Angeblich soll das Teufelsloch die Anregung zur Wolfsschlucht in Webers Oper "Der Freischütz" gegeben haben.

Unterkunft:
Lusenschutzhaus knapp unterhalb des Lusengipfels
Tel. 0 85 53 / 12 12
Durchgehend geöffnet ab Ostern bis 31.10.
Weitere Öffnungstage: 20.-23.12., 25.12.-10.01.,
vom 11.01. bis Ostern nur Freitag, Samstag und Sonntag geöffnet,
Montag bis Freitag auf Anfrage.
Während der Öffnungszeiten auch Übernachtungsmöglichkeit
gegen Voranmeldung.
 
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