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Watzmann

Als zweithöchster Berg Deutschlands und höchster Gipfel des Berchtesgadener Landes
thront der sagenumwobene Watzmann über Berchtesgaden.
So unverkennbar wie das Matterhorn über Zermatt ist der Watzmann mit Frau und Kindern das
Wahrzeichen des Talkessels. Der Watzmann ist ein reichgegliederter Gebirgsstock mit formschönen
Gipfeln, langen Graten und gewaltigen Wänden.
Die von der Südspitze des Watzmanns zum Königsee abfallende, fast 2.000 m hohe Ostwand ist der
höchste Felsabsturz der Ostalpen und auch heute noch eine große Herausforderung für den Alpinisten.

Bücher und Karten über den Watzmann

Wandertouren

Sämtliche Ziele am Watzmann sind zumindest anspruchsvolle Wanderungen. Zu ihnen zählt die Besteigung des Hocheck, 2.651 m, dem niedrigsten der drei Gipfel des Watzmann, den man in 2 Stunden auf bezeichnetem, aber anspruchsvollem Weg erreicht. Es ist unbedingt Trittsicherheit und Schwindelfreiheit notwendig! Eine weitere faszinierende Wanderung, wenn auch ohne Gipfel, ist der Rinnkendlsteig. Von der Kührointhütte führt der Weg fast eben zur Archenkanzel, 1.342 m, die einen atemberaubenden Blick auf den 700 Meter tiefer liegenden, fjordartigen Königssee bietet. Dann führt ein anspruchvoller Steig, der unbedingte Schwindelfreiheit und Trittsicherheit erfordert, steil hinab zur Wallfahrtskirche St. Bartholomä. Mit dem Boot geht´s wieder zurück nach Königssee.

Hochalpine Touren

Klettert man vom Hocheck aus beginnend über den langen, fast waagrechtesn Grat zur Mittelspitze und weiter zur Südspitze, beide 2.713 m, so macht man eine der eindrucksvollsten und anspruchsvollsten Überschreitungen im Ostalpenraum. Der Abstieg führt über einen nochmals anstrengenden Weg nach Südwesten hinab ins Wimbachgries und zur gleichnamigen Hütte, von der ein 7 km langer Marsch zurück zur Zivilisation führt. Die schwierigen Passagen der den zweiten Schwierigkeitsgrad aufweisenden Watzmannüberschreitung sind durch Drahtseilsicherungen entschärft, doch trotzdem bleibt sie lang und vor allem ausgesetzt. Deshalb sollte man diese Route nur mit erfahrener Begleitung (Bergführer) und bei sicherem Wetter unternehmen. Dann sollte aber diesem eindrucksvollen Erlebnis nichts mehr im Wege stehen.

Klettertouren

Der Watzmann ist ein Felsberg, nach allen Seiten hin zeigt er beeindruckende Wände. Dabei zeigen die Routen an seinen Wänden unterschiedlichsten Charakter.

Die Alte Westwand (III) am Kleinen Watzmann, 2.307 m, ist die Route für den absoluten Hochgebirgsgenießer. Während der gesamten Route beobachtet man den kilometer langen Grat, über den die Watzmannüberschreitung führt und plant vielleicht schon die nächste Klettertour, die durch die direkt gegenüberliegende Ostwand führende Wiederroute (III) auf die Mittelspitze des Watzmann. Nicht weniger empfehlenswert, daür etwas schwieriger ist die direkte Westwand (V) des Kleinen Watzmann, die in atemberaubender Steilheit in gerader Linie zum Gipfel der Watzmannfrau führt.

2.000 Meter Fels: wer im Ostalpenraum auf der Suche nach diesem Superlativ ist, muß nach St. Bartholomä am Fuße der Watzmann Ostwand pilgern. Weniger die reinen Kletterschwierigkeiten als Aufbau und Höhe der Wand stempeln diese Bergfahrt zu einem besonderen Erlebnis. Wettersturz, Steinschlag und Nebel sind angesichts der Wandhöhe immer gefährlich. Nicht umsonst forderte die Ostwand in ihrer Geschichte bereits mehr als 100 Todesopfer und somit mehr als die Nordwand des Eiger. Deshalb ist für eine Durchsteigung der Ostwand eine der Wand entsprechende Erfahrung und die Begleitung eines Bergführers unbedingte Voraussetzung.

Viele Routen wurden seit der Erstbegehung durch den legendären Kederbacher im Jahre 1881 durch diese imposante Wand gelegt. Daraus haben sich der Berchtesgadener Weg (III) als die leichteste Führe, der Kederbacherweg (IV-) als die Führe mit Geschichte und der Salzburger Weg (V) als die rassigste Felsfahrt durchgesetzt.

Bergschule Watzmann
Hubert Nagl
Am Forstamt 3
D-83486 Ramsau
Tel.: 0049 / (0)8657 / 711
Fax: 0049 / (0)8657 / 12345
E-Mail: info@bergschule-watzmann.de

Hütten

Kührointhütte, 1.420 m

privat, Übernachtungsmöglichkeit, 1. Juni bis 1. Oktober geöffnet. Die Hütte erreicht man am schnellsten von Königsee über bezeichneten Weg in einer Gehzeit von 2 Stunden. Sie dient als Ausgangspunkt für die Routen am Kleinen Watzmann und für die Wiederroute an der Ostwand der Watzmann Mittelspitze, sowie als Zwischenstation für den Weg von Königssee über den Rinndlkendlsteig nach St. Bartholomä.

Ostwandunterkunft, St. Bartholomä, 623 m

Alpenvereinsunterkunft, Übernachtungsmöglichkeit, nicht bewirtschaftet. Die Unterkunft erreicht man mit dem Boot von Königssee. Sie dient ausschließlich als Unterkunft für Watzmann-Ostwand-Aspiranten.

Wimbachgrieshütte, 1.327 m

Naturfreundehütte, 1. Mai bis Ende Oktober geöffnet, Übernachtungsmöglichkeit. Die Hütte erreicht man vom Parkplatz Wimbachbrücke in 2 1/2 Stunden über das Wimbachgries. Für das Watzmannmassiv dient die Wimbachgrieshütte in erster Linie als Jausenstation oder Übernachtungsmöglichkeit nach dem Abstieg von der Südspitze. Der Abstieg zur Wimbachbrücke nimmt etwa 2 Stunden in Anspruch.

Watzmannhaus, 1.928 m

Alpenvereinshütte, Übernachtungsmöglichkeit, Anfang Juni bis 30. September geöffnet. Den Logenplatz hoch über dem Berchtesgadener Tal erreicht man von der Wimbachbrücke über bezeichneten Weg in ca. 4 Stunden. Das Watzmannhaus dient als Stützpunkt für die Besteigung des Hochecks und der Mittelspitze sowie für die Watzmannüberschreitung.

 

Bücher und Karten um den Voralpenland

Starterseite ab-nach-bayern.de Bücher und Karten über das Berchtesgadener Land
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